Kreditkartenarten
Die Kreditkarte ist mittlerweile ein unendberliches Zahlungsmittel der modernen Gesellschaft geworden. Sie kommt sowohl beim Einkauf im Supermarkt, als auch beim Online Shopping zum Einsatz. Die vier großen Kreditkartengesellschaften, die sich den europäischen Kreditkartenmarkt teilen, sind natürlich auch in Deutschland mit einer vielzahl von Kreditkartenarten present. Doch nicht immer bedeutet „Kreditkarte“, dass dem Besitzer ein Kredit gewährt wird. Hier ein kleiner Überblick der am meist genutzten Kreditkarten:
1. Die „echte“ Kreditkarte räumt dem Kunden einen eigenen Kreditrahmen ein, auf dieser so lange Zugriff hat, bis das Guthaben aufgenutzt ist. Solche Karten sind die von American Express und einige der Visa Kreditkarten. Die Rechnungen können sofort oder schrittweise bezahlt werden wie bei einem Dispokredit. Die Rechnung wird nach der Registrierung der Daten durch die Unterschrift des Kunden anerkannt. Die Rechnungen müssen üblicherweise monatlich beglichen werden.
2. Der englische Begriff „Debit“ hat die Bedeutung „Schuldposten“. Debit Cards unterscheiden sich von der „normalen“ Kreditkarte dadurch, dass sie nur in Verbindung mit einem Girokonto zum Einsatz kommen können. Sie gewähren dem Karteninhaber keinen Kredit – die Umsätze werden zeitnah vom Konto abgebucht (z.B. Visa Electron Card). In Deutschland ist die bekannteste Debit Card die EC-Karte – sie wird jedoch außerhalb Europas kaum akzeptiert.
3. Die meist verbreitetste Debit Card Deutschlands, die EC-Karte wurde 1972 als Scheckkarte eingeführt und entwickelte sich seit im Laufe der Zeit zu einem populären Zahlungsmittel. Sie ist mittels eines aufladbaren Chips auch als Kundenkarte einsetzbar. Sie wird von den meisten Händlern in Europa akzeptiert.
4. Co-Branding Cards werden von Dienstleistungs- und Industrieunternehmen in Zusammenarbeit mit einer Bank oder einem Kartenunternehmen angeboten. Der Englische Begriff „Co-Branding" bedeutet "Markenpartnerschaft". Diese Karten sind weltweit einsetzbar und bieten dem Besitzer spezielle Leistungen des kooperierenden Unternehmens an. Auf der Karte erscheint sowohl das Zeichen des Herausgebers, als auch das des kooperierenden Unternehmens. Beispiele: Daimler Chrysler Visa Card, American Express Douglas Card, ADAC Kreditkarte.
5. Affinity Cards (“Affinity”=“Affinität“, „Neigung“) werden von Vereinen in Zusammenarbeit mit Banken herausgegeben und sind z.B. ein Symbol der Verbundenheit des Besitzers mit einem Sportclub (z.B Hypovereinsbank FC Bayern Muenchen Card). Auf diesen Karten steht das Symbol des herausgebenden Verbandes im Vordergrund, das Geldinstitut erscheint nur als abwickelndes Unternehmen.
6. Die Kundenkarte wird von Unternehmen (meistens von Tankstellen und Kaufhäusern) an ihre Kunden ausgegeben und dient zur Stärkung der Kundentreue. Sie wird nur vom herausgebenden Unternehmen akzeptiert. Die Abbuchung erfolgt einmal im Monat . Sie bietet die Möglichkeit der Ratenzahlung gegen Berechnung von Zinsen.
7. Besitzer von Charge Cards erhalten einmal im Monat eine Abrechnung über ihre Umsätze, die per Lastschrift vom Konto abgebucht werden. Die Karten von American Express, Diners Club, fast alle Eurocards und viele VisaCards sind Charge Karten. Der englische Begriff „Charge“ steht für „Gebühr“ oder etwas, das in Rechnung gestellt wird.